das gerichtliche Verfahren

Sind die außergerichtlichen Bemühungen des Schuldners, sich mit seinen Gläubigern zu einigen, gescheitert, muss der Schuldner bei dem für ihn zuständigen Insolvenzgericht eine Insolvenzantrag über sein Vermögen (Verbraucherinsolvenz) mit dem Antrag auf Restschuldbefreiung einreichen.

Das Gericht wird diesen Antrag im ersten Schritt prüfen und gegebenenfalls nochmals einen gerichtlichen Einigungsversuch mit sämtlichen Gläubigern unternehmen. Während dieser Zeit ruht der Insolvenzantrag.

Nur wenn ein solcher Versuch völlig aussichtslos ist, beispielsweise weil der Schuldner überhaupt nichts zur Befriedigung der Gläubiger anbieten kann, wird das Gericht das Verbraucherinsolvenzverfahren sofort eröffnen. Scheitern auch die gerichtlichen Vergleichsbemühungen, wird das Verbraucherinsolvenzverfahren eröffnet.

Ab dem Eröffnungszeitpunkt hat der Schuldner gewisse Pflichten zu erfüllen. Nach Ablauf des Verbraucherinsolvenzverfahrens (maximal 72 Monate) kann das Gericht die Restschuldbefreiung auch gegen den Willen einzelner Gläubiger erteilen. Diese können nur in engen begründeten Fällen widersprechen.


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