Unterstellkosten

Manche Bergungsunternehmen erheben so genannte Standgebühren, wenn das Unfallfahrzeug, eventuell durch einen Krankenhausaufenthalt des Fahrers, längere Zeit bei ihnen untergestellt ist. Auch manche Reparaturwerkstätten erheben diese Kosten, wenn das Unfallfahrzeug bei ihnen nicht repariert wird und bei ihnen auch kein Ersatzfahrzeug angeschafft wird.

Grundsätzlich sind auch diese Unterstellkosten bei einem nicht verschuldeten Unfall von der gegnerischen Haftpflichtversicherung zu erstatten.

Aber: Die Kosten müssen angemessen und notwendig sein.
Der Unfallgeschädigte hat eine Schadensminderungspflicht, d.h. er muss den Schaden so gering wie möglich halten. Wenn Sie im Krankenhaus liegen und sich niemand aus der Familie um das Unfallfahrzeug kümmern kann, wird man Ihnen hieraus nicht unbedingt einen Vorwurf machen können. Telefonieren können Sie aber auch mit einem Gipsbein.

Versuchen Sie diese Kosten also nach Möglichkeit zu vermeiden oder aber zumindest so gering wie möglich zu halten, sonst laufen Sie Gefahr, auf einem Teil Ihrer Kosten sitzen zu bleiben.


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