Abtrennung des Versorgungsausgleichs

Zu einer Abtrennung des Versorgungsausgleichs kommt es immer dann, wenn mit einer abschließenden Entscheidung in absehbarer Zeit nicht zu rechnen ist, weil evtl. die Versorgungsanwartschaften nicht vergleichbar sind (teilweise Ost-West-Fälle), oder weil ausländische Versicherungsgesellschaften zu berücksichtigen sind, deren Ergebnisse nicht vorhersehbar sind.

Auch wenn es einem Ehepartner nicht zugemutet werden kann, längere Zeit auf die Durchführung des Verfahrens zu warten, weil der Rentenversicherer die geforderten Auskünfte nicht erteilt (dies geschieht bei kleineren Ersatzkassen bedauerlicherweise manchmal, vor allem, wenn sie übernommen wurden und auf sehr alte Datenbestände zurückgegriffen werden muss), kommt eine Abtrennung des Verfahrens in Betracht.

Wichtig für alle Beteiligten ist in diesem Fall, jeden Wohnsitzwechsel unverzüglich dem Gericht mitzuteilen, denn spätestens bei Erreichen des Rentenalters kommt sonst das „böse Erwachen“, wenn zwischenzeitlich die Gerichtspost wegen Umzugs nicht zugestellt werden konnte.


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