vorläufiger Rechtsschutz

Bereits vor Einreichung des Scheidungsantrages können einzelne Beziehungen zwischen den Ehepartnern gerichtlich geregelt werden, wenn dies notwendig ist, denn es kann natürlich nicht angehen, dass nur durch die Einhaltung des Trennungsjahres ein rechtsfreier Raum entsteht.

Die Antrags- und Gestaltungsmöglichkeiten sind vielfältig und sollen hier nicht abschließend und erschöpfend abgearbeitet werden.

Denkbar ist beispielsweise die vorläufige Regelung der elterlichen Sorge oder des Aufenthaltsbestimmungsrechts minderjähriger Kinder für die Dauer des Getrenntlebens der Eltern. Auch die Zuweisung einzelner Hausratsgegenstände ist möglich.

Zu beachten ist allerdings, dass grundsätzlich keine endgültige Regelung herbeigeführt und damit die Hauptsache vorweggenommen werden soll. Es soll nur einem akuten dringen vorläufigen Regelungsbedürfnis Rechnung getragen werden.

Etwas anderes gilt nur für den Trennungsunterhalt, da Unterhaltsleistungen verbraucht werden können und regelmäßig auch werden.


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