Schenkungen und Veräußerungen innerhalb der Familie

Um Manipulationen vorzubeugen, hat der Schuldner gegenüber dem Gericht Schenkungen, die er in den letzten vier Jahren vor Stellung des Insolvenzantrages an Familienangehörige oder sonstige nahe stehende Personen gemacht hat, vollständig anzugeben.
Gleiches gilt für Veräußerungen an Familienangehörige innerhalb der letzten zwei Jahre Vorstellung des Insolvenzantrags.

Ein Treuhänder oder Insolvenzverwalter hat die Möglichkeit, solche Schenkungen oder Veräußerungen im Rahmen des Insolvenzverfahrens anzufechten, wenn sie erkennbar dazu gedacht waren das Vermögen des Schuldners zu schmälern um die Gläubiger zu benachteiligen.

Sog. Anstandsschenkungen im Rahmen des Üblichen, das heißt kleinere Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenke fallen nicht hierunter.


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