berücksichtigungsfähige Schulden

Grundsätzlich sind bei einem Verbraucher sämtliche Schulden berücksichtigungsfähig, sofern sie nicht einen deliktischen Hintergrund haben. Um einen solchen auszuschließen, ist der Grund der Forderung und Entstehungszeitpunkt anzugeben und wenn möglich zu belegen. Durch die Gerichte werden hierbei völlig unterschiedliche Maßstäbe angelegt. Während der eine Richter bei Forderungen eines Versandhauses relativ großzügige Maßstäbe anlegt, will der andere Richter vor allem den Entstehungszeitpunkt ganz genau wissen, um auszuschließen, dass der Schuldner nicht bei der Bestellung bereits überschuldet war und das Versandhaus über seine Vermögenslage zum Zeitpunkt der Bestellung getäuscht hat.

Empfehlenswert ist es von daher die Angaben so genau wie möglich zu machen.

Die Verbindlichkeiten sind im gerichtlichen Verfahren darüber hinaus in Hauptforderung, Zinsforderung und Nebenforderung aufzuschlüsseln und möglichst auf einen Stichtag zu berechnen.

Der Schuldner hat nach § 305 Abs. 2 InsO einen entsprechenden kostenlosen Auskunftsanspruch gegen jeden Gläubiger.


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