Stundungsantrag

Wenn Sie auf Grund Ihrer finanziellen Situation nicht in der Lage sind die gerichtlichen Kosten vorzuschießen, können Sie einen Antrag auf Stundung der Verfahrenskosten nebst der Kosten des Treuhänders oder Verwalters stellen.

Auch hierfür ist wieder ein amtliches Formular zu verwenden. Weitere Anlagen benötigen Sie regelmäßig nicht, da sich Ihre finanzielle Situation aus den eingereichten Unterlagen im Verbraucherinsolvenzverfahren bereits ergibt.

Gibt das Gericht Ihrem Stundungsantrag statt, müssen Sie die Gerichts- und Treuhänderkosten erst nach Abschluss des Verfahrens begleichen. Dies wird Ihnen regelmäßig möglich sein, da Sie Ihre anderen Schulden durch die Restschuldbefreiung losgeworden sind. Sind Sie auf Grund Ihrer Einkommensverhältnisse auch nach der Restschuldbefreiung noch nicht in der Lage, die gestundeten Verfahrenskosten zu bezahlen, kann das Gericht Ihnen Ratenzahlung bewilligen. Maximal haben Sie dann 48 Monatsraten an das Gericht zu zahlen, wobei sich die Ratenhöhe nach Ihren Einkommensverhältnissen richtet.

Reichen die 48 Monate nicht zur Tilgung der gestundeten Gerichtskosten aus, wird Ihnen die restliche Schuld vom Staat erlassen. Hier gelten als dieselben Regeln wie bei der Prozeßkostenhilfe, mit der Ausnahme, dass Ihnen kein Anwalt beigeordnet wird.


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