Schmerzensgeld

Einen festen „Katalog“ zur Bemessung der Schmerzensgeldansprüche gibt es nicht. Das Gesetz spricht nur von einer „billigen (angemessenen) Entschädigung in Geld“.

Eine der geläufigsten Zusammenstellungen von einschlägigen Entscheidungen ist die von Hacks-Ring-Böhm, herausgegeben vom Deutschen Anwaltsverein in Zusammenarbeit mit dem ADAC. Diese wird nahezu jährlich aktualisiert, da sich auch die Rechtsprechung, teilweise wegen neuer medizinischer Erkenntnisse ändert.

Maßgeblich für die Höhe des Schmerzensgeldes sind natürlich die Art der Verletzung und die damit einhergehenden Schmerzen. Die Art und Dauer der Heilbehandlung spielt natürlich auch eine Rolle, denn es macht schon einen Unterschied, ob ein Verletzter mit Krücken in den eigenen vier Wänden seine Knochenbrüche ausheilen kann, oder ob er mehrere Wochen im Streckverband im Krankenhaus liegen muss.

Die Dauer der Krankschreibung ist als Indiz für die Beschwerden weiter zu berücksichtigen.

Wegen der Genugtuungsfunktion des Schmerzensgeldes kann auch die Art der Verletzung, bei Verkehrsunfällen wohl eher das Fehlverhalten im Straßenverkehr, eine Rolle spielen. Grob verkehrswidriges Überholen mit überhöhter Geschwindigkeit wirkt sich anders aus, als eine leichte Unachtsamkeit.

Bedenken Sie bitte, dass wir keine amerikanischen Verhältnisse haben!


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